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Fachpresse
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Neue
Statistik der Schönheitsoperationen
Kein
erhöhtes Krebs- oder Krankheitsrisiko bei
silikongefüllten Brustimplantaten
Ist
die Korrektur ästhetischer Operationen Kassenleistung?
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Pressemitteilung Gesundheit/Medizin/Ästhetische
Chirurgie
Tendenzen zum Thema
ästhetische Operationen und Kernaussagen
der GÄCD-Experten
Wer operiert was
Fachärzte und ihr Betätigungsfeld
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Im Sinne des Patienten
postuliert die Gesellschaft für
Ästhetische Chirurgie Deutschland
eine so genannte Fachbezogenheit der
regional tätigen also
organbezogenen Chirurgen. Das
heißt konkret, dass die GÄCD
eine Spezialisierung fordert, deren
Basis immer eine fachbezogene Ausbildung
in der ästhetischen Chirurgie
sein muss.
-
Dies würde die
Suche des Patienten nach einem geeigneten
Chirurgen zukünftig enorm erleichtern.
-
Die Gesellschaft für
Ästhetische Chirurgie Deutschland
gibt eine Empfehlung, welche Facharztgruppen
bezüglich einer speziellen Maßnahme
gewählt werden sollten. Diese
Empfehlung orientiert sich an der
Satzung der GÄCD sowie den Vorgaben
der Ärztekammern, nach denen
ein Facharzt sich überwiegend
nur in seinem Fachgebiet betätigen
darf.
-
Weitere Informationen
dazu unter www.gacd.de / Patienteninfos
/ Maßnahmen
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Im Ausland sind Haftpflichtversicherungen
nicht üblich, deshalb lassen
sich Regressansprüche nach fehlerhaften
Operationen nur schwer durchsetzen
-
Laien können die
Befähigung eines ausländischen
Operateurs nicht einschätzen
-
Standards, wie sie
in Deutschland gelten, für z.B.
die Bereiche Hygiene, Op-Techniken,
OP-Geräte, zertifizierte Materialien,
Nachsorge etc, sind im Ausland keine
Vorschrift
Operationen bei
Jugendlichen
-
Seriöse Ärzte
werden in Deutschland grundsätzlich
keine Patienten unter 18 Jahre ästhetisch
operieren, es sei denn, es handelt
sich um Ohrenkorrekturen, die vor
allem bei Kindern zu empfehlen sind.
-
Laut unterschiedlichen
Medienberichten sollen angeblich mehr
als 100.000 Patienten unter dem 20.
Lebensjahr im Jahr operiert werden.
-
diese hohe Zahl können
die medizinischen Experten der GÄCD
nicht verifizieren.
-
Die Mitglieder der
GÄCD operieren zirka 2.500 Jugendliche
ausschließlich in der Indikation
Ohrenanlegen (hier ist die GÄCD
als größter interdisziplinäre
Verband für ästhetische
Chirurgie in Deutschland sicherlich
ein Indikator für seriöse
Zahlen).
-
Die GÄCD formuliert
ein ganz klares Statement gegen Brustvergrößerungen
oder auch Fettabsaugungen bei Minderjährigen,
denn der jugendliche Körper hat
sich ist noch nicht fertig entwickelt.
-
So genannte Doku-Soaps
im Privatfernsehen sprechen ganz gezielt
die Zielgruppe der 14 bis 19-jährigen
an und wecken so Begehrlichkeiten.
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Schönheitsoperationen
werden als Mittel der Wahl und mittlerweile
auch als erstrebenswertes Konsumgut
gesehen, um Makel zu beseitigen.
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Pressemitteilung Gesundheit/Medizin/Ästhetische
Chirurgie
Neue Statistik der
Schönheitsoperationen
Gesellschaft für Ästhetische
Chirurgie Deutschland e.V. präsentiert
die Zahlen aus 2006 Behandlungszahlen
sinken, aber Faltenbehandlungen explodieren
um 64 %
Dresden, 14. September 2007. Wir
beobachten insgesamt eine Stagnation:
Im Vergleich zu den Vorjahren haben
sich die Eingriffzahlen bei Frauen und
Männern nicht wesentlich verändert,
interpretiert Dr. Matthias Gensior,
Generalsekretär der GÄCD,
die aktuellen Zahlen, die aus der Mitgliederbefragung
der rund 450 Mitglieder hervorgegangen
sind. Deutschlands größte
interdisziplinäre Fachvereinigung
für Ästhetische Chirurgie
präsentiert diese anlässlich
der 20. Jahrestagung in Dresden. Ein
deutlicher Anstieg der Gesamteingriffzahlen
in Deutschland ist absolut nicht zu
erkennen. Auch, wenn in der Öffentlichkeit
mittlerweile horrend hohe Eingriffzahlen
kursieren, stellt Dr. Gensior
fest. Auffallend ist, dass die Anzahl
der Faltenbehandlungen explodiert: von
50.000 auf 82.000 Behandlungen. Das
ist eine 64-prozentige Steigerung und
spiegelt absolut den Gesellschaftstrend
wider, so minimal-invasiv wie möglich
Falten behandeln zu lassen, schlussfolgert
Dr. Gensior.
Die gefragtesten Eingriffe bei beiden
Geschlechtern sind identisch: Dazu gehören
wie schon im Vorjahr Laserchirurgische
Eingriffe im Gesicht, die insgesamt
41.000 Mal erfolgten, vor Fettabsaugungen,
die rund 18.000 mal durchgeführt
wurden und Ästhetische Phlebochirurgie,
die 17.000 mal erfolgte. Insgesamt nahmen
die Mitglieder der GÄCD rund 140.000
Schönheitsoperationen vor und knapp
82.000 Faltenbehandlungen mit so genannten
Fillern und Botulinumtoxin A. Hochgerechnet
schätzt die GÄCD die Gesamtzahl
der Schönheitsoperation für
das Jahr 2006 in Deutschland auf 400.000
ohne Faltenbehandlungen.
Statistik 2006
Rund 140.000 Schönheits-Operationen
durch Mitglieder der GÄCD insgesamt,
zusätzlich rund 82.000 Faltenbehandlungen.
Die häufigsten Eingriffe bei Frauen
sind:
Laserchirurgische Eingriffe im Gesicht
24.530
Ästhetische Phlebochirurgie 14.261
Fettabsaugungen 14.404
Lidplastik 7.044
Brustvergrößerungen 5.837
Tätowierungen 4.849
Nasenkorrekturen 4.492
Brustverkleinerungen 2.246
Ohrmuschelkorrekturen 1.787
Bauchdeckenplastik 1.733
Lippenkorrekturen 1.661
Facelifts 1.283
Die häufigsten Eingriffe bei Männern
sind:
Laserchirurgische Eingriffe im Gesicht
16.217
Tätowierungen 3.869
Fettabsaugungen 3.377
Ästhetische Phlebochirurgie 2.784
Lidplastik 2.435
Ohrmuschelkorrekturen 845
Haartransplantation 572
Faltenbehandlungen bei Frauen:
Gesamt 69.179
Botulinum-Toxin 30.276
Fillermaterialien 36.290
Dermabrasion 2.603
Faltenbehandlungen bei Männern:
Gesamt 12.138
Botulinum-Toxin 6.721
Fillermaterialien 4.294
Dermabrasion 1.123
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Pressemitteilung Gesundheit/Medizin/Ästhetische
Chirurgie
Neuer Trend: Funktion und Ästhetik
Jahrestagung der Gesellschaft für
Ästhetische Chirurgie Deutschland e.V.
präsentiert die Neuheiten der Branche
Dresden, 14. September 2007. Immer noch
denken viele beim Stichwort Schönheitschirurgie
an massive Eingriffe. Auf ihrer Jahrestagung
in Dresden setzen sich die Mitglieder der
Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie
Deutschland e.V. (GÄCD) genau mit diesem
Thema auseinander und diskutieren u. a.
über schonende, so genannte minimal-invasive
Methoden. Denn das steigende Interesse der
Öffentlichkeit eine Flut von
Medienberichten spiegelt hier den Wunsch
der Gesellschaft wider, sich zu informieren
verlangt nach dezidierter Aufklärung.
So steht Funktion und Ästhetik
als diesjähriges Leitthema im Vordergrund.
Heute liegt der Fokus der Ästhetischen
Chirurgie in der altersgerechten Schönheit
und damit sind moderne Stufenkonzepte
für das alternde Gesicht absolut unumgänglich,
stellt Prof. Dr. Dr. Heinz G. Bull, Präsident
der GÄCD, klar und betont die
Individualität des Patienten muss erhalten
bleiben. Das heißt auch, dass eine
60-jährige Frau nicht wie eine 20-jährige
aussehen muss, das wirkt grotesk und gehört
nicht in chirurgische Hände.
Moderne Stufenkonzepte
Nicht immer ist die maximal-invasive Operation,
oder ein Facelift das Instrument der Wahl,
um wie viele Patienten wünschen
wieder jung und frisch auszusehen.
Innerhalb der modernen ästhetischen
Chirurgie steht eine ganze Fülle von
Therapien zur Verfügung, die zur Verjüngung
des Gesichtes dienen. So sind Chemical Peelings
und erprobte Füllmaterialen zur Faltenunterspritzung
geeignete Methoden zur Hautverjüngung.
So verlockend solche vermeintlich harmlosen
Eingriffe klingen, dürfen sie nur und
ausschließlich von Fachärzten
durchgeführt werden. Nur er kann entscheiden,
welche Füllmaterialien die richtigen
für Hauttyp und gewünschtes Ergebnis
sein können.
Was tun gegen das faltige
Gesicht?
Der Trend zu den sanfteren Methoden ist
da das liegt vor allem daran, dass
die Patienten heute mildere Verfahren wünschen,
die es ihnen möglich machen, nach kurzer
Zeit ins Berufsleben zurückzukehren.
Sicherlich möchten vor allem
Frauen weiterhin ihr Gesicht verjüngen
lassen, so Prof. Dr. Dr. Heinz G.
Bull, und sie setzen verstärkt
darauf, die Falten zu unterspritzen.
Doch nicht jedes Füllmaterial ist dafür
geeignet: Permanente Füllmaterialien
sind grundsätzlich abzulehnen, da sie
im schlimmsten Fall zu massiven gesundheitlichen
Einschränkungen führen. Das Füllmaterial
kann sich unter der Haut verkapseln und
Entzündungen hervorrufen und dadurch
entsprechend Schmerzen verursacht,
betont Prof. Dr. Dr. Heinz G. Bull.
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Pressemitteilung Gesundheit/Medizin/Ästhetische
Chirurgie
Die Magie der Nase Beautyeingriff
mit hohem Anspruch,
Nachoperationen sind die Norm - Männer
holen stark auf
Bad Soden, 20. Februar 2007. Gerade hat
Hollywood-Beauty Jennifer Aniston öffentlich
berichtet, dass sie ihre Nase hat operieren
lassen. Damit ist sie eine von vielen Nasenpatienten
weltweit. Immer mehr Menschen lassen sich
auch in Deutschland die Nase verschönern
, doch nicht immer mit Erfolg: Leider
geht bei dieser schwierigen operativen Behandlung,
die sowohl hohe funktionelle als ästhetische
Ansprüche an den Operateur stellt,
noch immer zu viel schief, berichtet
Prof. Wolfgang Gubisch, Nasen-Experte der
GÄCD (Gesellschaft für ästhetische
Chirurgie Deutschland e.V.). Nasenoperationen
nehmen zwar bundesweit stark zu, aber leider,
so die Erfahrung der Experten der GÄCD,
tauchen auch immer mehr Nachoperationen
in der Statistik auf. Wir müssen
auffällig viele nicht gelungene Nasenkorrekturen
nachoperieren, oft weil die Ästhetik
über die Funktion gestellt wurde,
warnt Professor Gubisch. Im Unterschied
zu anderen plastischen Operationen ist die
Nase schließlich ein Organ mit wichtigen
Funktionen. Wenn eine Rhinoplastik (Nasenkorrektur)
nicht von einem Experten durchgeführt
wurde, könne es neben einer häufig
unbefriedigenden Form zu unangenehmen Folgen
wie behinderter Nasenatmung und in der Folge
davon, Schlafstörungen, Konzentrationsschwächen
und Störungen des Geruchssinns kommen,
so Professor Gubisch. Gerade von selbsternannten
Schönheitschirurgen, die
keine rhinochirurgische Ausbildung haben,
würden die funktionellen Aspekte bei
einer ästhetischen Operation oft nicht
beachtet, warnen die Experten. Deswegen
appelliert der größte interdisziplinäre
Fachverband für ästhetische Chirurgie
aktuell auch an die Patienten, vor allem
bei Nasenoperationen auf den richtigen Operateur
zu setzen. Jeder Experte hat seinen
Fachbereich, auch in der Ästhetik.
Nur mit dem richtigen Operateur und nachweislichen
Eingriffszahlen können wir eine höchst
mögliche Patientensicherheit und -zufriedenheit
gewährleisten, so Professor Heinz
G. Bull, Präsident der GÄCD.
Männer mit dem
richtigen Riecher auf Schönheitskurs
Dass Männer die Schönheitschirurgie
für sich entdeckt haben ist bereits bekannt.
Dies belegen sowohl aktuelle Statistiken der
GÄCD, als auch internationale Statistiken:
In den USA ist die Nasen-OP beim Mann auf
Platz zwei der Beauty-Eingriffe . Spannendes
Männerterrain? Ja, immer mehr, sind sich
die Experten einig. Die Eitelkeit des Mannes
nimmt zu: Gerade erst wurde eine Statistik
mit einer Eitelkeitsrangliste der deutschen
Männer nach Regionen veröffentlicht
. Interessant, meint Professor Gubisch: Eitle
Männer neigen naturbedingt eher zu Beauty-Operationen.
Bei diesem Typus ist die Nase als markanter
Mittelpunkt des Gesichts hoch sensibel und
oft der erste Gedanke, wenn es um eine Verschönerung
geht. Doch leider seien mittlerweile
rund 60 Prozent der Nasenoperationen, die
die Experten innerhalb der GÄCD unter
Männern und Frauen vornehmen, Nachoperationen,
also sogenannte Folgebehandlungen nicht gelungener
Eingriffe. Dies wird sich sicherlich fortsetzen:
Gerade jetzt vor Beginn des Frühjahrs,
wenn die Pollenallergien starten, steht die
Nase erneut im funktionalen Fokus der Eingriffe,
weiß Professor Gubisch und da
ist die Wahl des richtigen Operateurs, der
Ästhetik und Funktionalität bei
einer Nasen-OP beherrscht, unabdingbar.
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Pressemeldung
der Vereinigung der Deutschen
Plastischen Chirurgen (VDPC) vom 15.12.06 |
Wieder-Zulassung für Silikonbrustimplantate
in den USA:
Kein erhöhtes
Krebs- oder Krankheitsrisiko bei silikongefüllten
Brustimplantaten
Berlin - Auch deutschen Patientinnen gibt
die Entscheidung der amerikanischen Zulassungsbehörde
- der U.S. Food and Drug Administration (FDA)
zusätzliche Sicherheit’, erläutert
Dr. Constance Neuhann-Lorenz, Präsidentin
des Internationalen Komitees für Qualitätssicherung
und Medizinprodukte in der Plastischen Chirurgie
(IQUAM). Schließlich habe die FDA mit
der Einschränkung der Anwendbarkeit im
Jahr 1992 auch hierzulande für erhebliche
Verunsicherung gesorgt, mit den von ihr geforderten
umfassenden Studien nun aber auch weit reichende
Sicherheit gegeben.
Zu der Beschränkung der Zulassung
war es gekommen, da in den Vereinigten Staaten
keine Langzeitstudien vorlagen, so dass
derartige Implantate dort nur noch für
den Wiederaufbau nach Brustkrebs und für
Patientinnen in klinischen Studien zugelassen
waren. Wer eine Brustvergrößerung
durchführen lassen wollte, war in den
Vereinigten Staaten gezwungen, mit Kochsalzlösung
gefüllte Implantate zu wählen.
Die Hersteller Mentor und Allergan haben
nun die von der FDA geforderten Studien
vorgelegt und sind auch verpflichtet, in
Zukunft 40.000 Patientinnen über zehn
Jahre nach Einsetzen der Implantate zu beobachten.
Die Ergebnisse der Studien waren für
die Hersteller ebenso erfreulich, wie sie
für die FDA ernüchternd gewesen
sein müssen. Alle Verdachtsmomente
können nun ausgeschlossen werden, ließ
die FDA verlautbaren und wies stattdessen
auf bekannte Risiken, wie die Beschädigungsanfälligkeit
der Implantate hin.
Nicht nur die Weiterentwicklung der Implantate
selbst – so wurde der Flüssigkeitsanteil
im Silikon minimiert und die Implantate
mit einer verstärkten Hülle umgeben
– konnte die FDA von der Wiederzulassung
überzeugen. Auch Plastische Chirurgen
haben im Zuge der Dokumentation des Verlaufs
bei ihren Patientinnen einen entscheidenden
Beitrag zur ‘Rehabilitation’
der Silikonimplantate geleistet. So stellt
die IQUAM mit dem International Breast Implant
Register (IBIR) ein Instrument zur Erfassung
der Implantate zur Verfügung. Allerdings
können nach wie vor weder Hersteller
noch Chirurgen lebenslange Haltbarkeit gewährleisten
oder vollständig mögliche Komplikationen
wie die wenn auch wesentlich seltener auftretende
Gewebeverhärtung um die Implantate
verhindern. Eine kontinuierliche Beobachtung
durch den Plastischen-Chirurgen bleibt damit
unabdingbar, warnt die in München niedergelassene
Plastische und Ästhetische Chirurgin.
Die heute in Deutschland zur Verfügung
stehenden Implantattypen sind entweder mit
Silikongel- oder Kochsalzlösung gefüllt,
haben aber in jedem Fall eine Silikonhülle,
die entweder glatt oder rau strukturiert (texturiert)
ist. Brust-Implantate müssen in Europa
ein CE-Zeichen tragen, das über spezielle
nationale Prüfstellen vergeben wird.
Dabei gelten die unter der Mitarbeit Plastischer
Chirurgen aus ganz Europa erstellten EU-Richtlinien
international als vorbildlich und geben den
Patienten die Sicherheit, mit Materialien
versorgt zu werden, die dem aktuellsten Stand
der Forschung entsprechen.
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vom 14.12.06 |
Pressemitteilung Gesundheit/Medizin/Ästhetische
Chirurgie
Schönheits-OP unterm Weihnachtsbaum
GÄCD warnt vor "Geiz ist geil"
Aktionen zur Mehrwertsteuer-Erhöhung
2007
Bad Soden, 12. Dezember 2006. Der Countdown
läuft: Mit der Adventszeit beginnt
wieder der Run auf exklusive Weihnachtsgeschenke.
"Wir rechnen auch in diesem Jahr
mit einer starken Nachfrage an Schönheits-OPs
zur Weihnachtszeit" berichtet Prof.
Heinz G. Bull, Präsident der Gesellschaft
für Ästhetische Chirurgie Deutschland
e.V. (GÄCD). Immer mehr Deutsche "verschenken"
Schönheit. "Dabei sind 2006 nicht
unbedingt die großen Eingriffe gefragt,
sondern kleine Behandlungen wie Faltenunterspritzungen
oder sanfte Gesichtspeelings, mit denen
sich der Stress aus dem Gesicht zaubern
lässt", so der Experte. Das Interesse
an Beauty-Eingriffen nimmt grundsätzlich
zu in Deutschland . Schönheitsinteressierte
legen Wert auf strahlendes und frisches
Aussehen, Schönheit kann auch karriereförderlich
sein. Allerdings warnt die GÄCD vor
Gutschein-Aktionen in der Werbung, gerade
jetzt kurz vor der geplanten Mehrwertsteuererhöhung:
"Lassen Sie sich von Aktionen einiger
Anbieter nicht zu einer frühzeitigen
Entscheidung für einen Beauty-Eingriff
verleiten, nur um zu sparen. Denn Schönheits-Eingriffe
sind ernst zu nehmende Operationen und kein
Geschenk, das man bei Nichtgefallen umtauschen
kann", warnt Prof. Bull. Und: Ein Geschenk-Gutschein
für eine Schönheits-OP setze den
Beschenkten unter Druck und nehme womöglich
eine Entscheidung vorweg. "Vor
dem Entschluss zu einem ästhetischen
Eingriff muss derjenige durch einen spezialisierten
Arzt gründlich untersucht werden und
über sämtliche Risiken und auch
über Alternativverfahren aufgeklärt
werden", so Prof. Bull.
Freie Arztwahl muss
gewährleistet sein
"Neben der Qualifikation des Mediziners
ist ein gutes Arzt-Patienten-Verhältnis
für den Erfolg der Operation wichtig",
erklärt Prof. Bull weiter. Bei einem
Geschenkgutschein ist dem Beschenkten keine
freie Arztwahl mehr möglich und ein
persönlicher Entschluss für den
Eingriff fraglich. Wenn schon eine Schönheitsoperation
unterm Weihnachtsbaum liegen soll, dann
als persönliches Geschenk, das noch
alle Freiheiten für oder gegen eine
Operation beinhaltet.
Ethik in der Ästhetik
auch zu Weihnachten
Die GÄCD hat im Sinne des Patienten einen
internen Arbeitskreis "Ethik in der Ästhetik";
ins Leben gerufen, der sich mit dem ethischen
Anspruch in der Schönheitschirurgie beschäftigt.
Er appelliert an die ärztliche Verantwortung
dem Patienten gegenüber und weist auch
auf die Schwierigkeit hin, dass natürlich
auch jeder Patient, der mit dem Wunsch nach
einer ästhetischen Operation einen Arzt
aufsucht, das Anrecht hat, ernst genommen
und umfassend beraten zu werden. Kommt der
Arzt aber zu dem Schluss, dass der Patient
einem falschen Ideal nacheifert, der seiner
eigenen Persönlichkeit zuwiderläuft,
muss ein seriöser Arzt den Eingriff
ablehnen. Leider gibt es in Deutschland immer
mehr sogenannte "Schönheitschirurgen",
die dies nicht tun und ihre finanziellen Vorteile
in grenzwertigen Operationen sehen und sich
damit zum "Erfüllungsgehilfen"
des Patienten machen. "Dies ist sicherlich
ein wesentlicher Anspruch, den wir als interdisziplinärer
Fachverband erheben. Finanzielle Reize dürfen
niemals die Verantwortung gegenüber dem
Patienten übersteigern", urteilt
Prof. Bull.
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Pressemeldung
der Vereinigung der Deutschen
Plastischen Chirurgen (VDPC) vom 13.11.06 |
Erstattung Plastisch-Chirurgischer Eingriffe
durch die GKV:
Wann ist ein ästhetischer
Eingriff Kassenleistung?
Berlin - An der Frage, welche ästhetischen
Eingriffe durch die Gesetzliche Krankenversicherung
zu tragen sind, scheiden sich die Geister.
Der Landesverband Berlin der Deutschen Gesellschaft
der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen
Chirurgen hat sich diesem Thema im Rahmen
seines 5. Symposiums ‘Qualitätssicherung
in der Plastischen Chirurgie’, am
8. November in Berlin gestellt.
Zu der Diskussion eingeladen war als
Vertreter des Medizinischen Dienstes (MDK)
der Krankenkassen Berlin-Brandenburg Dipl.-Med.
Hans-Werner Pfeifer. Aufgabe des von allen
Kassen getragenen Dienstes ist es, im
Zweifelsfall ein Gutachten zur Kostenübernahme
für die Kassen zu erstellen und damit
eine unverbindliche Empfehlung auszusprechen.
Einig waren sich Prof. Dr. med. Rolf
Büttemeyer, Vorsitzender des Landesverbandes
Berlin, und der Vertreter des MDK darüber,
dass eine Rekonstruktion nach Tumor und
Unfall immer eine Leistung der Kassen
ist. Schwieriger sei die Beurteilung der
Leistungspflicht in anderen Bereichen.
So führte Pfeifer aus, dass eine
Verkleinerung der Brust zumeist nur nach
Ausschluss konkurrierender Ursachen (Übergewicht,
orthopädische oder psychiatrische
Probleme), bei einer Körbchengröße
von mindestens E und erwarteter Reduktion
von 500 g je Brust genehmigt werde. Noch
schwieriger sei eine Kassenübernahme
bei einer Vergrößerung, diese
würden nur bei angeborenen Fehlbildungen,
Krankheitsfolgezuständen und Transsexualität
übernommen oder bei einer Asymmetrie
von zwei Körbchengrößen
oder mehr als 25 Prozent Größendifferenz
erstattet. Bei der männlichen Brust
schließlich würde in aller
Regel lediglich bei erhöhtem Drüsenwachstum
einer Verkleinerung zugestimmt.
Prof. Dr. Rolf-Rüdiger Olbrisch setzte
dem entgegen, dass mit einer plastischen
Operation häufig die Probleme endgültig
und kurzfristig gelöst werden könnten,
während das Diktat der Kassen, wonach
zunächst konservativ (psychologisch,
orthopädisch, allgemeinärztlich,
physiotherapheutisch usw.) zu behandeln
sei, den Leidensweg nur unnötig verlängere
und möglicherweise höhere Kosten
als eine die Ursache und nicht die Symptome,
wie zum Beispiel Rückenschmerzen, behandelnde
Therapie verursache. Er forderte mit den
versammelten Chirurgen daher ein grundsätzliches
Überdenken des Leistungskataloges für
Indikationen, bei denen ein plastisch-chirurgischer
Eingriff rasch Abhilfe schaffen könne.
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Pressemeldung
der Vereinigung der Deutschen
Plastischen Chirurgen (VDPC) vom 13.11.06 |
Gesundheitsreform 2006:
Ist die Korrektur ästhetischer
Operationen Kassenleistung?
Berlin – Dieser Frage, die sich Patienten
und Plastisch-Ästhetischen Chirurgen
gleichermaßen stellt, ist der Landesverband
Berlin der Deutschen Gesellschaft der Plastischen,
Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen,
bei seinem 5. Symposium ‘Qualitätssicherung
in der Plastischen Chirurgie’, am 8.
November in Berlin nachgegangen.
So lautete die erste Frage der Mediziner
an den anwesenden Vertreter des Medizinischen
Dienstes (MDK) der Krankenkassen Berlin-Brandenburg,
Dipl.-Med. Hans-Werner Pfeifer, ob der im
Gesetzentwurf zur Gesundheitsreform 2006
formulierte Absatz: ‘Mehr Eigenverantwortung
wird bei Folgeerkrankungen aufgrund nicht
notwendiger medizinischer Eingriffe, wie
z.B. Komplikationen in Folge von Schönheitsoperationen
oder Piercing eingefordert. Hier haben die
Krankenkassen den Leistungsumfang einzuschränken’,
eine weitere Einschränkung der Leistungen
mit sich bringen werde. In diesem Punkt
konnte der Vertreter der von allen Krankenversicherungen
getragenen Organisation, die für die
Kassen strittige Fälle begutachtet
und eine Empfehlung zur Kostenübernahme
ausspricht, zunächst beruhigen. Schließlich
sei dies bereits seit langem im SGB V §
62 geregelt, würde von den Kassen aber
nicht eingefordert.
Von besonderem Interesse für die Mediziner
war die Frage, nach der Kostenübernahme
bei Korrekturen. Zwar war man sich einig,
dass es moralische Verpflichtung des behandelnden
Arztes sei, bei Behandlungsfehlern zu eigenen
Lasten nachzuoperieren. Aber wie stellt
sich die Situation dar, wenn ein Materialfehler
vorliegt oder es zu einer Kapselfibrose
oder Infekten kommt bzw. Verformungen oder
Verschiebungen auftreten, die ein absurdes
Erscheinungsbild nach sich ziehen? Bei Materialfehlern
sei der Hersteller heranzuziehen, erläuterte
Prof. Dr. med. Rolf Büttemeyer, Vorsitzender
des Landesverbandes, unter Bezug auf die
Erfahrungen mit den mittlerweile vom Markt
genommenen Sojaöl Implantaten, hier
sei die Versicherung des Herstellers in
der Vergangenheit für Folgeoperationen
aufgekommen. Bei Kapselfibrose und Entzündungen
würde die Kasse eine Entfernung des
Implantats zahlen, unklar sei, ob auch ein
neues Implantat finanziert würde. Dipl.
med. Pfeiffer führte dazu aus, dass
ein neues Implantat nur von der Kasse getragen
würde, wenn die Erstindikation medizinisch
gewesen sei. Anhand der Problematik einer
absurd anmutenden Entstellung machte der
Vertreter des MDK deutlich, dass es sich
bei allen Begutachtungen generell um Einzelfallentscheidungen
handele, im Grunde aber gelte, dass solche
Eingriffe nur bei einem Funktionsdefizit
oder grotesk entstellender Wirkung an einer
grundsätzlich unbedeckten Körperstelle
von der Gesetzlichen Krankenversicherung
übernommen würden. Hier sei auch
keine Änderung zu erwarten.
Seitens der Plastischen Chirurgen wurde
betont, dass ihrer Auffassung nach bei Folgen
von ästhetischen Operationen mit erheblichem
Krankheitswert, zum Beispiel starken Schmerzen
oder Funktionsbeeinträchtigung, bei
denen kein Behandlungsfehler oder Produktfehler
vorliegt, eine Korrektur zu Lasten der GKV
erfolgen sollte.
An die Kollegen appellierten
Medizinischer Dienst und die versammelten
Plastischen Chirurgen abschließend,
über eventuell notwendige Folgeoperationen
kosmetischer Eingriffe und deren Kosten
genauso zu informieren, wie über Risiken
und Nebenwirkungen. Auch die Patienten sollten
Informationen darüber einfordern.
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