Dann endlich war es soweit. Im OP wurde ich warm zugedeckt, die Schwestern klärten mich immer wieder über das auf was gerade gemacht wurde. Auch als mir dann das Narkosemittel eingeführt wurde. Dann ging es los. Als nächstes erwachte ich im Aufwachzimmer, die Frau neben mir war auch noch da. Das erst was ich merkte waren furchtbare Schmerzen und Benommenheit. Ich versuchte mich aufzusetzen und verlangte sofort nach Schmerzmitteln, es war nicht auszuhalten. Bei einem Blick auf meine Brust, die mich im Moment jedoch herzlich wenig interessierte, sah ich ein gutes Ergebnis und mehrere Pflaster. Trotzdem, erstmal mussten Schmerzmittel her, ich merkte nur, dass ich gleich ohnmächtig werden würde. Schmerzmittel kamen auch und da mein Kreislauf nicht so wollte wie ich, kam ich erstmal an den Tropf. Die Schwestern waren alle sehr nett und bemüht, mein Lebenspartner war inzwischen auch da und kümmerte sich wirklich lieb und auch der Arzt erkundigte sich nach meinem Befinden. Ich brauchte erstmal ein bißchen um mit den Schmerzen fertig zu werden, bis ich mir dann schließlich etwas überziehen konnte und (gestützt zwar, aber guten Mutes) zum Hotel hinüberlaufen konnte. Der Arzt gab mir noch starke Schmerzmittel mit, die ich im Abstand von ca. 8 Stunden immer wieder einwerfen konnte. Im Hotel war es schmerzmäßig immer noch die Hölle. Es war gar nicht mal die Brust die so sehr schmerzte, sondern der gesamte Oberkörper. Sämtliche Muskeln, einschließlich der durchtrennte Brustmuskel, taten unheimlich weh.. Erstmal war die beste Haltung die aufrechte Position (sitzen). Hinlegen tat einfach mehr weh und an ein anschließendes Hochkommen war gar nicht zu denken. In der Zeit war ich superfroh, dass ich meinen Lebenspartner hatte, der sich sehr lieb und fürsorglich um mich kümmerte und mir zuerst wirklich bei jeder Aktion helfen musste. Als Tip also: Die Umstände so gut wie möglich vorbereiten und eine gute Hilfsperson dabeihaben, da es einem wirklich schlecht geht.
So langsam fing ich dann an mich genauer für meine Brust zu interessieren. Sie war natürlich noch gut geschwollen, aber doch sehr schön. Etwas unnatürlich wirkte sie am Anfang am oberen Ansatz, da die Wölbung sehr früh anfing und sich das Implantat durch die sehr gespannte Haut in seiner Form etwas abzeichnete. Aber ich war wirklich sehr zufrieden. Der Aufwand hatte sich gelohnt. Am Dienstag, einen Tag nach der OP, machten wir uns auf den 500 KM langen Heimweg. Die Schmerzen waren immer noch sehr stark, aber der Arzt hatte mich darauf vorbereitet, dass ich die ersten Tage sehr damit zu tun haben würde. Für die Muskelverspannungen kauften wir in der Apotheke noch ein entsprechendes kühlendes Gel. Zuhause habe ich mich den Rest der Wocheausgeruht. Den Sport-BH musste ich die ersten vierzehn Tage und Nächte ununterbrochen Tragen. Geschlafen habe ich die ersten Wochen nur in der aufrechten Position in einem Liege Kippstuhl. Gearbeitet habe ich schon nach einer Woche wieder, es sollte ja keiner etwas merken. Die Vergrößerung fiel nicht auf, da ich ja schon länger den vergrößernden BH getragen hatte.
Beim Autofahren fiel mir das Kuppeln und Lenken noch lange schwer. Man richtet sich einfach automatisch danach, die Bewegung der Arme so gering wie möglich zu halten, damit die Implantate erstmal gut verwachsen und sich festigen können. Duschen und Haarewaschen konnte ich nach zwei Tagen wieder, wenn auch sehr verhalten. Nach neun Tagen ließ ich mir von einem Arzt vor Ort die Fäden ziehen. Der Arzt war übrigens auch angenehm überrascht von dem Ergebnis und freute sich, dass es sich lediglich um eine Subcutannaht handelte.
Im Rückblick muß ich sagen, dass die Schmerzen zwar sehr stark waren (wahrscheinlich durch die Plazierung unter dem Brustmuskel), dass der Erfolg den Schmerz jedoch auf jeden Fall aufwiegt. Jetzt nach drei Monaten merke ich eigentlich nichts mehr von dem Eingriff. Die Haut hat sich entsprechend erweitert und die Schwellungen sind verschwunden, so dass die Brust nun schön fällt und ihre Unnatürlichkeit verlore hat. Von den Narben ist noch ein verdunkelter Strich sichtbar, aber die arbeit n auch noch vor sich hin. Habe jetzt noch den Tip bekommen, dass Aloeveracreme die Narben eventuell etwas aufhellt. Bis zu diesem Tag habe ich die Narben immer mit einer Narbencreme massiert und in den ersten Tagen mit Narbenpflastern gearbeitet. Als störend empfinde ich die Narben jedoch nicht, da sie sich in den Brustfalten befinden und schon gut verheilt sind.
Als Fazit kann ich also mitgeben, dass es sich wirklich lohnt für die eigene Persönlichkeit. Man geht offener mit seinem Körper um, hat natürlich klamottenmäßig erstmal Nachholbedarf. (Nicht mehr nur Westen und Blusen mit kaschierenden Knopfleisten, sondern T-Shirts und schöne Unterwäsche). Die Schmerzen sind heftig, aber auszuhalten. Nach einer Woche kann man tatsächlich wieder arbeiten. Arzt und Klinik kann ich wirklich nur empfehlen (positive und ruhige Ausstrahlung, nehmen sich Zeit, verständnisvoll, neueste Technik, günstige und saubere Arbeit).
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Meine Erfahrungen vor und nach der Brustvergrößerung
Mit dem Gedanken gespielt hatte ich schon öfter. Kein Wunder, da man durch Funk und Fernsehen ja ständig damit konfrontiert wird. Aber irgendwie war es doch nicht richtig vorstellbar. Eine Operation zur Verschönerung...und was das kostet...und was ist, wenn es schiefgeht...! Trotzdem machte ich ein erstes unverbindliches Beratungsgespräch mit einem Arzt in meiner Stadt, um mich generell über die Höhe der Kosten, die Art und Größe der Implantate, die Risiken, etc. zu informieren. Das Gespräch verlief eigentlich sehr gut. Der Arzt erklärte mit, dass ich gute Voraussetzungen für einen einfachen Operationsverlauf mitbringe. Die Kosten wären ein Festpreis in Höhe von 5.000 Euro. Zuhause habe ich die Sache mit meinem Lebenspartner besprochen, der mir das Ganze jedoch wieder ausgeredet hat. Seine Argumente waren, dass ich das nicht nötig hätte, da ich eine sehr schöne Brust hätte, zwar klein, aber dafür schön geformt. Ausserdem sollte ich die Kosten bedenken. Dafür müsste ich einen Kredit aufnehmen, ob das alles noch zu rechtfertigen wäre. Ich gab mich erstmal geschlagen, da ich mir ja selber ziemlich unsicher war. Recht hatte er ja auch. Nur damit man sich besser und schöner fühlt soviel Geld investieren??? So verging dann erst mal wieder ein Jahr, aber der Gedanke überkam mich immer wieder. Im Sommer, wenn man die anderen mit den schönen Brüsten sieht, was einem immer wieder einen Stich gibt, wenn man doch auch so gerne einen volleren Busen hätte. Im Schlafzimmer, wenn man sich an den Brüsten nicht anfassen lassen mag, weil man sich minderwertig fühlt. Alleine vor dem Spiegel, etc. pp. Inzwischen hatte ich mir zwei BH's mit Silikoneinlage gekauft, die ich größenmäßig langsam steigerte, so dass anderen die Größenverschiebung nicht mehr auffallen würde. Solange ich angezogen war, hatte ich dann natürlich einen schönen Busen, aber sobald ich mich auszog??? Und im Schlafzimmer??? Dazu fühlte ich mich immer so verlogen und hatte ständig Angst, dass man mir auf die Schliche kommen würde (wie peinlich).
Nach diesem weiteren Jahr hatte ich dann "die Schnauze voll". Warum sollte ich mir nicht die Brust vergrößern lassen, wo es doch soviele andere auch tun? Das Geld ist doch nicht so wichtig, wenn die Lebensqualität dafür enorm steigt. Die Kreditraten kann ich mir schließlich leisten. Ich fing dann an, mich über das Internet zu informieren. Las mir Erfahrungsberichte durch und suchte verschiedene Institute heraus. Meine Wahl fiel schließlich auf das Laser- und Ästhetikzentrum Mona Lisa Leipzig. Im Vordergrund standen zunächst sicher einmal die Kosten. Das Preis-Leistungsverhältnis schien mir hier doch sehr viel besser als in anderen Instituten. Die Internetseite klang auch sehr gut. Wieder setzte ich ich mit meinem Lebenspartner über das Thema auseinander. Da ich mich immer noch mit dem Thema beschäftigte und er das Gefühl der Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper auch kennt, unterstützte er mich daraufhin. Zwar war er immer noch der Meinung, dass ich das nicht zu machen bräuchte, aber wenn ich mich dadurch besser fühlen würde, könnte er das schon verstehen.
Ich rief also beim Laser- und Ästhetikzentrum Mona Lisa Leipzig an und vereinbarte einen Termin zur Beratung für einen Samstag und vorsorglich einen OP-Termin für den darauffolgenden Montag (meine Anreise war leider ziemlich weit, so dass ich ein zweimaliges Anreisen vermeiden wollte). Gleichzeitig reservierte ich ein Zimmer im Marriottshotel und reichte eine Woche Urlaub ein. Als wir dann Samstagmorgen losfuhren, war ich sehr aufgeregt. Die Gedanken, ob man wirklich das Richtige macht, wollten einen einfach nicht verlassen. Zudem kannte ich weder den Arzt noch die Praxis. Das ganze konnte also auch noch ein großer Reinfall werden. Die Unterredung verlief jedoch äußerst positiv. Durch die ruhige Ausstrahlung des Arztes, modernste Technik und ein langes aufklärendes Gespräch wurde ich sehr viel ruhiger und wußte, dass ich jetzt auch nicht mehr aufzuhalten wäre. Ich hatte einfach ein "gutes Gefühl".
Als Implantat wählten wir nicht die Tropfenform, sondern eine runde symmetrische Form á 305 ml, damit ich auch einen schönen oberen Brustansatz (Dekollete) bekäme. Wie ihr an den Bildern seht, fingen meine ursprünglichen Brüste mittlerweile etwas an zu hängen, so dass ich mit der Tropfenform wahrscheinlich nur im unteren Bereich eine volle Brust bekommen hätte. Die Auswahl stellte sich im Nachhinein ja auch als sehr gut heraus. Weiterhin einigten wir uns auf einen Schnitt unter der Brust (Brustfalte), da die Narbe später kaum noch sichtbar wäre und der Arzt von dort aus guten Spielraum für die Platzierung der Implantate hat. Die Implantate sollten ausserdem hinter dem Brustmuskel plaziert werden, da sie dort den besten Halt hätten und die Brust natürlicher aussehen sollte. Ich wurde darauf vorbereitet, dass ich zwar am gleichen Tag noch in mein Hoterl zurück könnte, jedoch unter sehr starken Schmerzen leiden würde. Gut, ich wollte mich darauf vorbereiten.
Der Rest des Wochenendes in Leipzig verlief unter der Wolke des kommenden Montags. Ab Sonntagabend musste ich nüchtern bleiben (weder essen noch trinken), ein spannendes Buch musste her (eins, in dem ich schon "drinsteckte"), warme Socken für die Füße, ein Sport-BH, der sehr guten Halt gibt und eine positive Einstellung. Mittel zur Beruhigung wollte ich nicht nehmen. Als ich dann Montagmorgen aufgerufen wurde, bekam ich zunächst ein Nachthemd an und konnte mich dann noch ins Bett legen. Neben mir lag noch eine andere Frau, die auch sehr nett war und noch vor mir in den OP kam. So hatte ich noch etwas Zeit. Damit ich nicht zu aufgeregt wurde, las ich in meinem Buch, was eine schöne Abwechslung war.