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Patientenbericht

Dann schlief ich wieder ein, bestimmt für 2-3 Stunden, und als ich dann aufwachte, meldeten sich die ersten wirklichen Schmerzen. Sie stachen und brannten wie Feuer und ich konnte nicht gut auf der Seite liegen. Gegen meine Prinzipien nahm ich dann doch eine Schmerztablette und dann abends noch eine, anschließend brauchte ich keine mehr. Dr. Nuwayhid meinte bei seiner 1. Visite direkt nach der OP, die Schmerzen seien ganz normal, zumal bei mir doch mehr und länger geschnitten werden musste, als vorher angenommen, das Resultat sei nun aber sehr schön geworden. Ich traute mich aber gar nicht, unter den Verband zu gucken. Ich musste erst mal zur Toilette! Wider Erwarten brannte es nur ein bisschen, es war auszuhalten. Man musste immer vorsichtig tupfen und die Wunde spülen (was mit kaltem Wasser sehr angenehm und kühlend war). Erst war noch eine ganze Zeit etwas Blut in der Binde, besonders nachts und ich hatte etwas Panik, dass die Blutung gar nicht aufhört, aber nach 3 - 4 Tagen kam nur noch eine Art gelblich- weiße Wundflüssigkeit. Schmerzen hatte ich noch ziemlich lange, ca. 4 Wochen später hab ich die Wunden immer noch gespürt, wenn ich mich mal falsch bewegt habe oder mich etwas zu unsanft hingesetzt habe. Die erste Zeit kann man wirklich nur auf der Stuhlkante "hocken" und im Schneckentempo gehen. Das hätte ich nicht gedacht, denn in manchen Artikeln hatte ich gelesen, man ist nach 3 Tagen wieder voll arbeitsfähig. Deswegen war ich auch etwas irritiert, dass meine Schamlippen nach einer Woche immer noch derart geschwollen, rot und hässlich vernarbt waren und schmerzten, immer noch begleitet mit eitrigem Ausfluss. Ich fuhr noch mal nach Leipzig, der Dr. meinte aber, es sähe schon gut aus, man brauche eben Geduld und ich soll nachts und immer, wenn ich sonst noch kann, ohne Slip viel Luft an die Wunde lassen. So lag ich also den halben Tag bei eigentlich tollem Wetter mit weit gespreizten Schenkeln auf der Couch vorm Fernseher und guckte sämtliche Etappen der Tour de France! Das hatte irgendwie was Amüsantes, aber siehe da, es fing an zu helfen. Zwischendurch machte ich Sitzbäder in Kamille und mein Bruder und meine Schwägerin kümmerten sich rührig um mich, brachten mir Eis und mich zum Lachen. Nach 3,5 Wochen traute ich mich dann das erste Mal ins Meerwasser. Ich dachte, Salzwasser hilft ja fast gegen alles und da es wirklich ganz gut tat, holte ich mir gleich noch Meersalz aus dem Reformhaus und badete von nun an noch ein paar mal darin, was den Heilungsprozess deutlich vorankurbelte.

Mittlerweile habe ich keine Schmerzen mehr, die Schwellungen und Rötungen sind zurückgegangen und ich hatte nach 5 Wochen wieder (wunderbaren) Sex. Die Schamlippen sind natürlich immer noch durchaus"zu sehen"(das ist ja auch natürlich und so gewollt), aber eben nicht mehr außerhalb der großen, was mir wichtig war. Mir erscheint die linke Schamlippe ein bisschen größer als die rechte (aber nicht länger, vielleicht einfach "fleischiger"), aber so ist die Natur eben und es ist nicht soviel, dass ich damit unglücklich bin. Im Gegenteil: wenn ich mir die Vorher- Nachher- Bilder ansehe (die hier auf meinen Wunsch aber nicht eingestellt wurden, da ich finde, es ist trotzdem eine intime, private Körperstelle), bin ich sehr zufrieden, was die OP im Gesamtbild bewirkt und zum Positiven verändert hat.

Ich denke deshalb, für mich war es der richtige Schritt. Aber wie gesagt, für mich. Denn eigentlich beneide ich auch jeden, der mit seinem Körper so im Reinen ist, dass er die Risiken der OP, die Schmerzen und die hohen Kosten nicht in Kauf nehmen muss.

Ich danke Dr. Nuwayhid mit seiner beruhigenden und humorvollen Art, dem gesamten Team der Ästhetikklinik, das mich sehr herzlich umsorgt hat und der netten medizinstudentischen "Nachtschwester", mit der ich nette Gespräche hatte und die für mich leckere belegte Brötchen und Einschlafhilfen aus Kissen machte.


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Patientenbericht Schamlippenverkleinerung

Erfahrungen vor und
nach der Genitalaesthetik

Mittlerweile ist es 7 Wochen her, dass ich mir in der Ästhetik - Klinik "Mona Lisa" die inneren Schamlippen verkleinern ließ. Fast 5 Jahre hab ich aber bestimmt schon darüber nachgedacht, bloß gab es bis vor kurzem wenig dazu zu lesen und erfahren. Außerdem dachte ich eigentlich auch, ich würde mich vielleicht irgendwann vollends so akzeptieren wie ich bin. Dazu kam, dass Schönheitsoperationen ja irgendwie bis heute doch noch verpönt sind und keiner gerne darüber redet, schon gar nicht über eine Genitalkorrektur. Aber wenn man anfängt zu leiden wegen so einer kleinen Stelle am Körper, obwohl man sich sonst schön findet und man sich dann auch noch in seiner möglichen Lebensqualität richtig einschränken lässt, kann es zumindest nicht schaden, sich kundig zu machen, um sich nicht so hilflos und bemitleidenswert zu fühlen, finde ich. So habe ich dann ein halbes Jahr vor meiner OP diesen Sommer angefangen, mich ernsthaft mit dem Thema zu befassen und habe mir Adressen, Fakten, Arten der OP, Risiken usw. aus dem Internet gesucht, Artikel in Frauenzeitschriften gelesen (wo mir klar wurde, gar nicht wenig Frauen haben dieses "Problem"), mir auf der Seite www.the-clitoris.com die vielfältigsten anatomisch durchaus als normal beschriebenen Formen der Schamlippen angesehen und verschiedene Ärzte zum Thema OP an dieser intimen und empfindlichen Stelle befragt. Wichtig war mir neben dem rein ästhetischen Gesichtspunkt auch , dass ich später ohne Schmerzen und Risiken trotzdem Kinder gebären kann und natürlich, dass sich eine solche OP nicht negativ auf das Lustempfinden beim Sex auswirkt. Das alles wurde mir zugesichert. Komischerweise hab ich nur mit meiner eigenen Frauenärztin nicht darüber gesprochen. Es war mir damals alles noch etwas peinlich und ich wollte nicht belächelt werden. So viele Leute sagen, akzeptiere dich doch einfach so, wie du bist, laufe nackt in der Wohnung herum und so weiter und so weiter. Aber man muss eben erst in der Situation sein, wo man nach und nach merkt, man geht nicht mehr gerne in die Sauna, an den FKK, zweifelt daran, ob der Partner einen auch wirklich schön findet und schließt sich im Bad ein, obwohl man eigentlich total aufgeschlossen und sonst gar nicht prüde ist. Mein damaliger Freund meinte, die längeren Schamlippen machen mich doch einzigartig und erotisch, aber man muss sich ja selbst 100%ig mögen und der Körper muss irgendwie in sich stimmig und für den eigenen Blick harmonisch und schön wirken, alles muss zusammenpassen. So sehe ich das.

Jedenfalls, nach wirklich langer und gründlicher Überlegung habe ich mir telefonisch einen Beratungstermin geben lassen, den ich auch innerhalb einer Woche bekam. Die Beratung bestand aus einem Gespräch über die OP als solche, meine Beweggründe, den Risiken (Blutungen, Narben, Asymmetrien) und einer Untersuchung mit einer Empfehlung des Arztes, was er machen würde. Aber letztendlich bleibt es natürlich den Vorstellungen (und nicht zuletzt auch finanziellen Möglichkeiten) des Patienten überlassen. Ich muss sagen, man kann sich ja schwer vorstellen, wie das Endergebnis denn überhaupt wird und auch hier hatte ich dann noch einmal kurze Zweifel, ob das denn alles sein muss. Aber 5 Sekunden und ich wusste wieder, es muss. Ich entschied mich für eine Kürzung der kleinen Schamlippen inklusive Straffung des Klitorismantels (für einen harmonischen Übergang des Ganzen). Kostenpunkt: 1500 Euro zuzüglich einer Klinikübernachtung von 100 Euro, weil mich keiner abholen konnte am Tag der Vollnarkose.

Die OP wurde für 2 Tage später angesetzt. Ich wollte es möglichst schnell hinter mir haben und es passte gerade mit meiner Regel so, dass die Wunde nach dem Eingriff 3 Wochen in Ruhe verheilen konnten. Am OP - Tag war ich natürlich noch mal ganz schön aufgeregt und ich hatte wenig geschlafen die Nacht. Aber ich wurde ja jetzt künstlich in den Schlaf befördert. Vor den Schmerzen hatte ich gar nicht solche Angst, eher vor dem Endergebnis, dass es vielleicht hässlich, unnatürlich und anders als erwartet wird und dann nicht mehr rückgängig zu machen ist. Als ich aus der Narkose erwachte, fühlte ich mich eigentlich ganz gut: keine Übelkeit, fast keine Schmerzen. Ich war fast ein bisschen übergeschnappt (aber das lag bestimmt auch ein bisschen am Narkose- und Schmerzmittel) und freute mich erst einmal, alles überstanden zu haben.

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